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Die Gemeinde

Gruppen und Verbände

Messdiener

Die Gemeinde St. Antonius

Die Anfänge der Gemeinde liegen im Dunkeln. Erstmals belegt eine Urkunde aus dem Jahr 1414 Baccum als eine Pfarrei, die von Lingen aus seelsorgerisch betreut wird. Als die reformierten Oranier (Holländer) 1597 die Grafschaft Lingenerobern, gerät auch die Baccumer Gemeinde in die erbitterten Auseinandersetzungen um Reformation und Gegenreformation.
So bleiben viele Jahrzehnte hindurch katholischer Gottesdienst und katholisches Leben streng verbunden. Trotz vielfältiger Bedrückung aber halten fast alle Gemeindemitglieder am Glauben fest. Sie nehmen weite Kirchwege auf sich, um außerhalb der Lingener Grafschaft, z. B. die Sakramente zu empfangen. Im Jahre 1717 gestattet der preußische König – jetzt neuer Landesherr – gegen eine sehr hohe Geldsumme die Feier der Messe, jedoch nur in einer Scheune und in schlichtester Form. Erst im 19. Jahrhundert kommt es zur vollen Gleichstellung der Katholiken. Ab 1824 dürfen sie die Kirche zusammen mit den evangelischen Christen nutzen und sie 1858 in alleinigen Besitz übernehmen. Heute zählt die Gemeinde knapp 2000 Mitglieder, darunter viele junge Familien und bildet mit der westlich angrenzenden Gemeinde St. Josef in Laxten einen Gemeindeverbund. Im Dorf überschneiden sich geistliche und weltliche Interessen. Kirchliche und weltliche Gruppen helfen einander und ergänzen sich. War das Verhältnis zur reformierten Gemeinde (heute ca. 600 Mitglieder) früher von der Geschichte her belastet, so besteht heute ein enges, ja herzliches Miteinander (z. B.: gemeinsame Bibeltage, ökumenisches Pfarrfest).