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Die Geschichte der Kirche St. Antonius
Eine erste, noch turmlose Kirche ist für die Mitte des 14. Jh. bezeugt. Im 15 Jh. errichtete man den noch heute bestehenden Turm aus Feldsteinen und versah ihn mit einem Satteldach. Bedingt durch die Wirren des 17. und 18 Jh. verfiel die kleine Kirche zunehmend und wies 1824 schwere Schäden auf. Aufgrund der gemeinsamen Nutzung waren katholische und evangelische Gemeinde gleichermaßen für den Unterhalt verantwortlich. Dieses führten zu vielen Querelen, so dass sich die reformierte Gemeinde zu einem eigenen Kirchneubau entschloss und ihn 1859 bezog.
Da die alte Kirche der wachsenden Gemeinde nicht mehr genug Platz bot und unreparierbar erschien, riss man sie ab – nur der Turm blieb erhalten – und baute nach den Plänen des Baccumer Architekten Johann Gerhard Brömmelkamp aus Ibbenbürener Sandstein eine neue, größere Kirche in neugotischem Stil. Dem Geschmack der Zeit entsprechend versah man den Turm mit einem spitzen Helm. Am 13. November 1867 weihte Bischof Johannes Beckmann aus Osnabrück die Kirche und übergab sie ihrer Bestimmung.
Da die Gemeinde durch ständigen Zuzug anwuchs, erweiterte man 1970 die Kirche nach Norden hin. Zugleich verlegte der Architekt Heinrich Feldwisch-Drentrup den Altar aus der Achse der alten Kirche in den Scheitelpunkt des Anbaues. Bewusst führte er die neue Kirche samt Nebenräumen in Sichtbeton, einem modernen Baustoff, auf. Dem Erweiterungsbau fiel der nördliche Teil des alten Kirchhofes zum Opfer.
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